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Aphonopelma chalcodes

Hellbeiger Carapax, dunkle Beine und ein ausgesprochen ruhiges Wesen: Aphonopelma chalcodes stammt aus den Wüsten Nordamerikas und ist eine robuste, genügsame Art für geduldige Halter. Sie wächst extrem langsam und kann ihre Besitzer über Jahrzehnte begleiten.

Übersicht auf einen Blick

Lebensweise
bodenbewohnend (terrestrisch), in der Natur Höhlenbewohner
Herkunft
Südwesten der USA (Arizona, New Mexico), Nordmexiko
Einsteiger-Eignung
Sichtbarkeit
Aktivität
Grabverhalten
Netzbau

Steckbrief / Systematik

  • Wissenschaftlicher Name: Aphonopelma chalcodes Chamberlin, 1940
  • Gattung: Aphonopelma
  • Familie: Theraphosidae
  • Verbreitung: Arizona, New Mexico (USA), Sonora (Mexiko)
  • Lebensraum: Wüsten und Halbwüsten mit heißen Tagen, kühlen Nächten und deutlichen jahreszeitlichen Schwankungen
  • Körperlänge: ca. 5–6 cm Körperlänge, bis ca. 12–14 cm Beinspannweite
  • Wachstum: sehr langsam
  • Lebenserwartung: Weibchen 20–30 Jahre, Männchen werden erst nach etwa 8–12 Jahren geschlechtsreif und leben danach nur noch kurz
  • Schutzstatus: nicht CITES-gelistet

Erscheinungsbild

Charakteristisch ist der Kontrast zwischen dem hellbeigen bis goldblonden Carapax und den dunkelbraunen bis schwarzen Beinen und dem dunklen Abdomen. Daher stammt der englische Name "Arizona Blonde". Die Beine tragen oft einen leicht bräunlichen Schimmer. Jungtiere sind deutlich unscheinbarer, meist einheitlich hellbraun, und entwickeln die typische Färbung erst über viele Häutungen. Männchen werden nach der Reifehäutung insgesamt dunkler und langbeiniger und tragen Bulbi an den Pedipalpen sowie Tibialapophysen am ersten Beinpaar.

Habitat und natürliche Lebensweise

In ihrer Heimat lebt A. chalcodes in selbst gegrabenen oder übernommenen Erdhöhlen, deren Eingang oft mit etwas Gespinst ausgekleidet ist. Die Höhle schützt vor Hitze am Tag und Kälte in der Nacht. Aktiv wird die Spinne vor allem in der Dämmerung und nachts, wenn sie am Höhleneingang auf Beute lauert. Im Spätsommer und Herbst wandern geschlechtsreife Männchen oft in großer Zahl auf der Suche nach Weibchen umher.

Terrarium und Einrichtung

  • Größe: Faustregel 3x Beinspannweite in der Grundfläche, z. B. 30 x 30 x 20 cm für ein adultes Tier; Fläche ist wichtiger als Höhe
  • Bodengrund: 8–12 cm, z. B. ein Gemisch aus Terrarienerde und Sand, überwiegend trocken gehalten
  • Einrichtung: ein Versteck (Korkröhre oder halb eingegrabene Korkrinde), das gerne als Höhleneingang genutzt wird, Wassernapf, sparsame Deko
  • Belüftung: gute Belüftung, Staunässe unbedingt vermeiden
  • Hinweis: In Haltung graben die Tiere eher selten tief, nutzen aber vorgegebene Höhlen gern und bauen sie aus

Temperatur und Klima

  • Temperatur: 22–28 °C, normale Zimmertemperatur reicht in der Regel aus
  • Luftfeuchtigkeit: trocken, ca. 40–60 %; ein stets gefüllter Wassernapf genügt
  • Jahreszeitliche Schwankungen: eine kühlere Winterphase (ca. 15–20 °C) entspricht den natürlichen Bedingungen und wird gut vertragen

Verhalten und Verteidigungsverhalten

A. chalcodes gilt als sehr ruhig und friedlich. Brennhaare werden nur gelegentlich eingesetzt, Bissdrohungen sind selten. Ein Biss ist für gesunde Menschen medizinisch in der Regel unbedenklich, aber schmerzhaft. Wie viele Wüstenarten legt sie mitunter längere Fastenphasen ein, vor allem in den kühleren Monaten. Solange das Abdomen gut genährt wirkt und Wasser verfügbar ist, besteht kein Grund zur Sorge.

Fütterung

Je nach Größe Grillen, Heimchen, Heuschrecken oder Schaben. Jungtiere 1x wöchentlich, adulte Tiere alle 2–3 Wochen; der Stoffwechsel ist sehr langsam. Nicht angenommenes Futter nach ca. 24 Stunden entfernen. In den Wintermonaten kann der Appetit deutlich nachlassen.

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