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Aphonopelma seemanni

Dunkel gefärbt mit hellen Längsstreifen an den Beinen: Aphonopelma seemanni ist durch ihre zebraartige Zeichnung unverwechselbar. Sie ist robust und pflegeleicht, aber auch eine eifrige Gräberin mit einem eher schreckhaften Wesen – ideal für Halter, die eine interessante Art suchen und nicht ständig hantieren möchten.

Übersicht auf einen Blick

Lebensweise
bodenbewohnend (terrestrisch), ausgeprägte Gräberin
Herkunft
Mittelamerika (u. a. Costa Rica, Nicaragua, Honduras)
Einsteiger-Eignung
Sichtbarkeit
Aktivität
Grabverhalten
Netzbau

Steckbrief / Systematik

  • Wissenschaftlicher Name: Aphonopelma seemanni (F. O. Pickard-Cambridge, 1897)
  • Gattung: Aphonopelma
  • Familie: Theraphosidae
  • Verbreitung: Mittelamerika, u. a. Costa Rica, Nicaragua und Honduras
  • Lebensraum: tropische Wald- und Graslandgebiete, vor allem an Böschungen und offenen Hängen
  • Körperlänge: ca. 5–6 cm Körperlänge, bis ca. 12–14 cm Beinspannweite
  • Wachstum: mittel
  • Lebenserwartung: Weibchen ca. 15–20 Jahre, Männchen ca. 3–4 Jahre
  • Schutzstatus: nicht CITES-gelistet

Erscheinungsbild

Die Grundfärbung ist dunkelbraun bis schwarz. Auffällig sind die hellen, cremefarbenen bis weißen Längsstreifen an den Beinen, die der Art ihren Namen "Zebravogelspinne" eingebracht haben. Neben der klassischen dunklen Form gibt es auch eine hellere, braune Farbvariante. Jungtiere sind deutlich heller und weniger kontrastreich gezeichnet. Männchen sind nach der Reifehäutung schlanker und langbeiniger und tragen Bulbi an den Pedipalpen sowie Tibialapophysen am ersten Beinpaar.

Habitat und natürliche Lebensweise

A. seemanni gräbt sich in der Natur tiefe Wohnröhren in Erdböschungen und offenen Hängen, oft in größerer Zahl auf engem Raum. Tagsüber bleibt sie im Bau, in der Dämmerung und nachts lauert sie am Eingang auf Beute.

Terrarium und Einrichtung

  • Größe: Faustregel 3x Beinspannweite in der Grundfläche, z. B. 30 x 30 x 30 cm für ein adultes Tier; etwas mehr Höhe ist sinnvoll, um tiefen Bodengrund zu ermöglichen
  • Bodengrund: 15 cm oder mehr, z. B. Kokoshumus oder Terrarienerde, gegebenenfalls mit etwas Lehm für stabile Röhren; leicht feucht halten
  • Einrichtung: halb eingegrabene Korkröhre als Startpunkt für den Bau, Wassernapf, sparsame Deko
  • Belüftung: gute Querlüftung, damit die Feuchtigkeit nicht zu Schimmel führt
  • Hinweis: Die Art gräbt ausgiebig und verbringt viel Zeit unsichtbar im Bau; wer sie beobachten möchte, braucht Geduld oder ein Terrarium, bei dem der Bau an der Scheibe entlangführt

Temperatur und Klima

  • Temperatur: 22–27 °C
  • Luftfeuchtigkeit: ca. 65–75 %; großen Wassernapf bereitstellen und den unteren Bodengrund leicht feucht halten, ohne Staunässe
  • Jahreszeitliche Schwankungen: nicht notwendig

Verhalten und Verteidigungsverhalten

A. seemanni ist schreckhaft und reagiert auf Störungen meist mit schneller Flucht in ihren Bau. Brennhaare werden regelmäßig eingesetzt, Bissdrohungen kommen vor, Bisse sind jedoch selten. Ein Biss ist für gesunde Menschen medizinisch in der Regel unbedenklich, aber schmerzhaft. Wegen ihrer Schnelligkeit ist beim Umsetzen und bei Arbeiten im Terrarium Vorsicht geboten; eine lange Pinzette und ein Auffangbehälter sind empfehlenswert.

Fütterung

Je nach Größe Grillen, Heimchen, Heuschrecken oder Schaben. Jungtiere 1–2x wöchentlich, adulte Tiere alle 1–2 Wochen. Futter wird in der Regel gut angenommen, oft direkt am Eingang des Baus. Nicht angenommenes Futter nach ca. 24 Stunden entfernen.

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