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Aphonopelma sp. "Oaxaca"

Unter der Bezeichnung Aphonopelma sp. "Oaxaca" wird im Hobby eine bislang nicht wissenschaftlich bestimmte Aphonopelma-Form gehandelt, deren Name auf den südmexikanischen Bundesstaat Oaxaca als vermutliche Herkunft verweist. Wie bei vielen Aphonopelma-Formen aus Mexiko ist unklar, ob es sich um eine noch unbeschriebene Art oder eine bekannte Art aus einer bestimmten Region handelt. Dieses Profil fasst daher vor allem allgemeine Haltungshinweise für mexikanische Aphonopelma-Arten zusammen.

Übersicht auf einen Blick

Lebensweise
bodenbewohnend (terrestrisch)
Herkunft
vermutlich Mexiko (Bundesstaat Oaxaca)
Einsteiger-Eignung
(Erfahrungswerte aus der Gattung)
Sichtbarkeit
Aktivität
Grabverhalten
Netzbau

Steckbrief / Systematik

  • Handelsname: Aphonopelma sp. "Oaxaca"
  • Wissenschaftliche Zuordnung: unbestimmte Aphonopelma-Art (Aphonopelma sp.)
  • Gattung: Aphonopelma
  • Familie: Theraphosidae (Unterfamilie Theraphosinae)
  • Herkunft: vermutlich der Bundesstaat Oaxaca in Südmexiko; genaue Fundorte nicht dokumentiert
  • Lebensraum: unbekannt; Oaxaca umfasst sehr unterschiedliche Lebensräume, von trockenen Tieflandwäldern bis zu kühlen Bergwäldern
  • Körperlänge: unbekannt; die meisten mexikanischen Aphonopelma-Arten erreichen ca. 10–15 cm Beinspannweite
  • Wachstum: vermutlich langsam, wie bei den meisten Aphonopelma-Arten
  • Lebenserwartung: unbekannt; bei verwandten Arten Weibchen 15–25 Jahre, Männchen erst nach mehreren Jahren geschlechtsreif
  • Schutzstatus: nicht CITES-gelistet (Aphonopelma ist anders als Brachypelma nicht geschützt)

Hinweis zur Bestimmung: Die Gattung Aphonopelma ist in Mexiko artenreich und nur teilweise erforscht. Die große Revision von Hamilton et al. (2016) betraf ausschließlich die Arten der USA; viele mexikanische Formen sind bis heute unbestimmt und werden im Hobby nach ihrem Fundort benannt ("sp. Oaxaca", "sp. Encinos" usw.). Für einen Marktplatz bedeutet das: Angebote sollten als Aphonopelma sp. "Oaxaca" mit Anführungszeichen gekennzeichnet werden, und Nachzuchtlinien sollten nicht mit anderen Formen gemischt werden.

Erscheinungsbild

Zur Färbung liegen keine verlässlichen öffentlichen Beschreibungen vor. Mexikanische Aphonopelma-Arten sind meist braun, schwarz oder zweifarbig mit hellerem Carapax und dunkleren Beinen, teils mit roten oder orangen Akzenten (vgl. A. bicoloratum). Männchen sind nach der Reifehäutung schlanker und langbeiniger und tragen Bulbi an den Pedipalpen sowie Tibialapophysen am ersten Beinpaar.

Habitat und natürliche Lebensweise

Wie andere mexikanische Aphonopelma-Arten lebt diese Form vermutlich in Erdhöhlen unter Steinen und Wurzeln, ist nachtaktiv und verbringt trockene Jahreszeiten im Bau.

Terrarium und Einrichtung

Allgemeine Empfehlungen für mexikanische Aphonopelma-Arten:

  • Größe: Faustregel 3x Beinspannweite in der Grundfläche, z. B. 30 x 30 x 25 cm für ein adultes Tier
  • Bodengrund: 8–12 cm, z. B. Terrarienerde oder ein Erde-Sand-Gemisch, überwiegend trocken
  • Einrichtung: ein Versteck (Korkröhre oder halb eingegrabene Korkrinde), Wassernapf, sparsame Deko
  • Belüftung: gute Belüftung, Staunässe vermeiden

Temperatur und Klima

  • Temperatur: 22–26 °C, normale Zimmertemperatur reicht in der Regel aus
  • Luftfeuchtigkeit: eher trocken, ca. 50–65 %; ein stets gefüllter Wassernapf genügt, eine Ecke gelegentlich leicht anfeuchten
  • Jahreszeitliche Schwankungen: eine leicht kühlere Winterphase wird von mexikanischen Aphonopelma-Arten in der Regel gut vertragen
  • Hinweis: Wenn der Händler oder Züchter Angaben zum Fundort machen kann (Tiefland oder Bergland), lohnt es sich, Temperatur und Feuchtigkeit daran anzupassen

Verhalten und Verteidigungsverhalten

Zum Temperament dieser Form liegen keine verlässlichen Berichte vor. Mexikanische Aphonopelma-Arten gelten überwiegend als ruhig; bei Störung ziehen sie sich zurück oder setzen Brennhaare ein, die bei empfindlichen Menschen zu Juckreiz und Hautreizungen führen können. Bisse sind selten. Ein Biss ist für gesunde Menschen medizinisch in der Regel unbedenklich, aber schmerzhaft. Arbeiten im Terrarium ohne Gesichtsnähe durchführen.

Fütterung

Je nach Größe Grillen, Heimchen, Heuschrecken oder Schaben. Jungtiere 1x wöchentlich, adulte Tiere alle 2–3 Wochen. Nicht angenommenes Futter nach ca. 24 Stunden entfernen. Längere Fastenphasen sind bei Aphonopelma-Arten normal.

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