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Brachypelma albiceps

Goldgelber Carapax, tiefschwarze Beine und rötliche Haare am Hinterleib: Brachypelma albiceps zählt zu den farbenprächtigsten Brachypelma-Arten. Sie ist ruhig, robust und langlebig und damit eine hervorragende Einsteigerart. Wie alle Brachypelma-Arten ist sie international geschützt, weshalb beim Erwerb auf die Herkunftsnachweise zu achten ist.

Übersicht auf einen Blick

Lebensweise
bodenbewohnend (terrestrisch)
Herkunft
Zentral- bis Südmexiko (u. a. Guerrero, Morelos)
Einsteiger-Eignung
Sichtbarkeit
Aktivität
Grabverhalten
Netzbau

Steckbrief / Systematik

  • Wissenschaftlicher Name: Brachypelma albiceps Pocock, 1903
  • Gattung: Brachypelma
  • Familie: Theraphosidae
  • Verbreitung: Zentral- bis Südmexiko, u. a. Guerrero, Morelos und angrenzende Gebiete
  • Lebensraum: trockene Laubwälder und Buschland in Hügel- und Berglagen mit ausgeprägter Trocken- und Regenzeit
  • Körperlänge: ca. 6–7 cm Körperlänge, bis ca. 14–15 cm Beinspannweite
  • Wachstum: langsam
  • Lebenserwartung: Weibchen 20–25 Jahre und mehr, Männchen ca. 4–6 Jahre
  • Schutzstatus: CITES Anhang II, in der EU Anhang B der EU-Artenschutzverordnung; beim Kauf ist ein Herkunftsnachweis (z. B. Nachzuchtbescheinigung) erforderlich, nationale Melde- oder Registrierungspflichten sind zu beachten

Hinweis zur Systematik: Die früher als eigene Art geführte Brachypelma ruhnaui gilt heute als Synonym von B. albiceps. Im Handel tauchen beide Namen noch auf.

Erscheinungsbild

Markant ist der goldgelbe bis cremefarbene Carapax, der sich deutlich von den schwarzen Beinen und Cheliceren abhebt. Daher stammt auch der Artname (lateinisch für "weißköpfig"). Das schwarze Abdomen ist mit langen rötlichen bis orangefarbenen Haaren besetzt, was ihr den englischen Namen "Mexican Golden Red Rump" eingebracht hat. Jungtiere sind deutlich unscheinbarer und zeigen die typische Färbung erst nach einigen Häutungen. Männchen sind nach der Reifehäutung schlanker und langbeiniger und tragen Bulbi an den Pedipalpen sowie Tibialapophysen am ersten Beinpaar.

Habitat und natürliche Lebensweise

In ihrer Heimat lebt B. albiceps in selbst gegrabenen oder übernommenen Erdhöhlen, häufig unter Steinen, Wurzeln oder an Böschungen. Tagsüber bleibt sie meist im Bau oder sitzt am Eingang, in der Dämmerung und nachts geht sie auf Beutefang. Die ausgeprägte Trockenzeit überdauert sie in ihrer Höhle.

Terrarium und Einrichtung

  • Größe: Faustregel 3x Beinspannweite in der Grundfläche, z. B. 40 x 30 x 25 cm für ein adultes Tier; Fläche ist wichtiger als Höhe
  • Bodengrund: 8–12 cm, z. B. Terrarienerde oder ein Erde-Sand-Gemisch, überwiegend trocken gehalten
  • Einrichtung: ein Versteck (Korkröhre oder halb eingegrabene Korkrinde), das gern als Höhleneingang genutzt wird, Wassernapf, sparsame Deko
  • Belüftung: gute Belüftung, Staunässe unbedingt vermeiden
  • Hinweis: Die Höhe sollte begrenzt bleiben, da schwere Bodenbewohner bei Stürzen schwer verletzt werden können

Temperatur und Klima

  • Temperatur: 22–27 °C, normale Zimmertemperatur reicht meist aus
  • Luftfeuchtigkeit: eher trocken, ca. 50–65 %; ein stets gefüllter Wassernapf genügt, gelegentlich eine Ecke leicht anfeuchten
  • Jahreszeitliche Schwankungen: eine kühlere, trockenere Winterphase (ca. 18–20 °C) entspricht den natürlichen Bedingungen und wird gut vertragen

Verhalten und Verteidigungsverhalten

B. albiceps gilt als ruhig und wenig aggressiv und sitzt oft frei sichtbar vor ihrem Versteck. Bei Störung setzt sie allerdings bereitwillig Brennhaare ein, die bei empfindlichen Menschen zu Juckreiz und Hautreizungen führen können – Arbeiten im Terrarium daher ohne Gesichtsnähe durchführen. Bissdrohungen und Bisse sind selten. Ein Biss ist für gesunde Menschen medizinisch in der Regel unbedenklich, aber schmerzhaft.

Fütterung

Je nach Größe Grillen, Heimchen, Heuschrecken oder Schaben. Jungtiere 1x wöchentlich, adulte Tiere alle 2–3 Wochen; der Stoffwechsel ist langsam. Nicht angenommenes Futter nach ca. 24 Stunden entfernen. Längere Fastenphasen, vor allem im Winter oder vor der Häutung, sind normal.

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