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Brachypelma emilia

Ein dunkles, dreieckiges Feld auf dem hellen Carapax, orange-rote Beinringe und ein schwarzer Hinterleib: Brachypelma emilia ist durch ihre "Dreiecks-Zeichnung" unverwechselbar. Sie gilt als eine der ruhigsten Brachypelma-Arten, ist robust und extrem langlebig und damit eine ausgezeichnete Einsteigerart. Wie alle Brachypelma-Arten ist sie international geschützt.

Übersicht auf einen Blick

Lebensweise
bodenbewohnend (terrestrisch)
Herkunft
Westmexiko (Pazifikküste, u. a. Sinaloa, Nayarit, Durango)
Einsteiger-Eignung
Sichtbarkeit
Aktivität
Grabverhalten
Netzbau

Steckbrief / Systematik

  • Wissenschaftlicher Name: Brachypelma emilia (White, 1856)
  • Gattung: Brachypelma
  • Familie: Theraphosidae
  • Verbreitung: Westmexiko entlang der Pazifikküste, u. a. Sinaloa, Nayarit, Durango und Jalisco
  • Lebensraum: trockene, laubabwerfende Wälder und Buschland mit ausgeprägter Trocken- und Regenzeit
  • Körperlänge: ca. 5–6 cm Körperlänge, bis ca. 13–14 cm Beinspannweite
  • Wachstum: sehr langsam
  • Lebenserwartung: Weibchen 25–30 Jahre, Männchen ca. 5–7 Jahre
  • Schutzstatus: CITES Anhang II, in der EU Anhang B der EU-Artenschutzverordnung; beim Kauf ist ein Herkunftsnachweis (z. B. Nachzuchtbescheinigung) erforderlich, nationale Melde- oder Registrierungspflichten sind zu beachten

Erscheinungsbild

Das auffälligste Merkmal ist der hellbeige bis gelbliche Carapax mit einem großen, schwarzen Dreieck, das vom Augenhügel nach vorne zeigt. Die Beine sind schwarz mit orange-roten Feldern an Patellen und Tibien, die zum Fuß hin heller werden. Das Abdomen ist schwarz und trägt lange orange-rote Haare. Daher stammt auch der englische Name "Mexican Red Leg". Jungtiere zeigen die Dreieckszeichnung oft schon früh, sind insgesamt aber blasser gefärbt. Männchen sind nach der Reifehäutung schlanker und langbeiniger und tragen Bulbi an den Pedipalpen sowie Tibialapophysen am ersten Beinpaar.

Habitat und natürliche Lebensweise

In ihrer Heimat lebt B. emilia in Erdhöhlen, häufig unter Steinen, Wurzeln oder in Böschungen. Tagsüber bleibt sie meist im Bau oder am Eingang, in der Dämmerung und nachts geht sie auf Beutefang. Die lange Trockenzeit überdauert sie in ihrer Höhle, oft mit stark reduzierter Aktivität.

Terrarium und Einrichtung

  • Größe: Faustregel 3x Beinspannweite in der Grundfläche, z. B. 30 x 30 x 25 cm für ein adultes Tier; Fläche ist wichtiger als Höhe
  • Bodengrund: 8–12 cm, z. B. Terrarienerde oder ein Erde-Sand-Gemisch, überwiegend trocken gehalten
  • Einrichtung: ein Versteck (Korkröhre oder halb eingegrabene Korkrinde), das gern als Höhleneingang genutzt wird, Wassernapf, sparsame Deko
  • Belüftung: gute Belüftung, Staunässe unbedingt vermeiden
  • Hinweis: Die Höhe sollte begrenzt bleiben, da schwere Bodenbewohner bei Stürzen schwer verletzt werden können

Temperatur und Klima

  • Temperatur: 22–27 °C, normale Zimmertemperatur reicht meist aus
  • Luftfeuchtigkeit: eher trocken, ca. 50–60 %; ein stets gefüllter Wassernapf genügt, gelegentlich eine Ecke leicht anfeuchten
  • Jahreszeitliche Schwankungen: eine kühlere, trockenere Winterphase (ca. 18–20 °C) entspricht den natürlichen Bedingungen und wird gut vertragen

Verhalten und Verteidigungsverhalten

B. emilia gilt als eine der ruhigsten und friedlichsten Brachypelma-Arten. Sie sitzt oft frei sichtbar vor ihrem Versteck und lässt sich gut beobachten. Brennhaare setzt sie vergleichsweise selten ein, Bissdrohungen und Bisse sind sehr selten. Ein Biss ist für gesunde Menschen medizinisch in der Regel unbedenklich, aber schmerzhaft. Wie bei allen Arten mit Brennhaaren gilt trotzdem: Arbeiten im Terrarium ohne Gesichtsnähe durchführen.

Fütterung

Je nach Größe Grillen, Heimchen, Heuschrecken oder Schaben. Jungtiere 1x wöchentlich, adulte Tiere alle 2–3 Wochen; der Stoffwechsel ist sehr langsam. Nicht angenommenes Futter nach ca. 24 Stunden entfernen. Längere Fastenphasen, vor allem im Winter oder vor der Häutung, sind normal und kein Grund zur Sorge.

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