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Caribena laeta

Die kleinere, dunklere Schwesterart der berühmten Antillen-Baumvogelspinne: Caribena laeta, früher Avicularia laeta, stammt aus Puerto Rico und ist im Hobby als "Puerto Rican Pinktoe" bekannt. Sie ist friedlich, kaum wehrhaft und braucht wenig Platz. Im Hobby ist sie deutlich seltener als C. versicolor. Wie alle Baumvogelspinnen der Aviculariinae verlangt sie vor allem eine gute Belüftung.

Übersicht auf einen Blick

Lebensweise
baumbewohnend (arboricol)
Herkunft
Puerto Rico (Große Antillen)
Einsteiger-Eignung
Sichtbarkeit
Aktivität
Grabverhalten
Netzbau

Steckbrief / Systematik

  • Wissenschaftlicher Name: Caribena laeta (C. L. Koch, 1842)
  • Synonym: Avicularia laeta (C. L. Koch, 1842) (im Handel weiterhin gebräuchlich)
  • Gattung: Caribena
  • Familie: Theraphosidae (Unterfamilie Aviculariinae)
  • Verbreitung: Puerto Rico; Angaben zu Vorkommen auf benachbarten Inseln (z. B. Amerikanische Jungferninseln) gelten als unsicher
  • Lebensraum: tropische Wälder, Plantagen und Gärten; lebt in Bäumen, Büschen und an Gebäuden
  • Körperlänge: ca. 4–5 cm Körperlänge, bis ca. 10–12 cm Beinspannweite – kleiner als C. versicolor
  • Wachstum: mittel
  • Lebenserwartung: Weibchen ca. 8–12 Jahre, Männchen ca. 2–3 Jahre
  • Schutzstatus: nicht CITES-gelistet

Hinweis zur Systematik: 2017 haben Fukushima & Bertani die Gattung Avicularia überarbeitet und die beiden Antillen-Arten laeta und versicolor in die neue Gattung Caribena gestellt. Der Name verweist auf die Karibik als Heimat. Der Artname laeta bedeutet "fröhlich" bzw. "anmutig".

Erscheinungsbild

Adulte Tiere sind dunkelbraun bis schwarz, oft mit einem leichten metallischen bis rötlichen Schimmer; Beine und Abdomen tragen lange, hell gesäumte Haare, die Fußspitzen sind gattungstypisch heller gefärbt. Insgesamt wirkt sie deutlich dunkler und weniger farbenprächtig als C. versicolor. Jungtiere sind hell mit einem dunklen Muster auf dem Abdomen und durchlaufen – weniger spektakulär als bei C. versicolor – einen Farbwechsel zur dunklen Adultfärbung. Männchen sind nach der Reifehäutung schlanker und langbeiniger, tragen Bulbi an den Pedipalpen und Schienbeinhaken am ersten Beinpaar.

Habitat und natürliche Lebensweise

Auf Puerto Rico lebt C. laeta in Bäumen und Büschen, in Astgabeln, unter Rinde, in Bromelien und auch an Hauswänden. Dort spinnt sie dichte, sackartige Gespinströhren als Unterschlupf. Sie ist nachtaktiv und jagt in der Umgebung ihres Gespinsts.

Terrarium und Einrichtung

  • Größe: für ein adultes Tier z. B. 20 x 20 x 30 cm; Höhe ist wichtiger als Fläche
  • Bodengrund: 3–5 cm, z. B. Kokoshumus oder Terrarienerde, überwiegend trocken
  • Einrichtung: schräg oder senkrecht gestellte Korkröhre oder Korkrinde im oberen Bereich, Äste und Kunstpflanzen als Ankerpunkte für Gespinst, kleiner, gut erreichbarer Wassernapf
  • Belüftung: entscheidend für diese Art – reichlich Querlüftung, idealerweise Lüftungsflächen an mehreren Seiten
  • Hinweis: Das Terrarium sollte sich von vorne öffnen lassen, da die Spinne ihr Gespinst meist im oberen Bereich anlegt

Temperatur und Klima

  • Temperatur: 24–28 °C
  • Luftfeuchtigkeit: ca. 65–75 % bei guter Luftzirkulation; ein Wassernapf genügt, gelegentlich die Einrichtung oder Gespinstränder leicht übersprühen, damit die Spinne Tropfen trinken kann
  • Jahreszeitliche Schwankungen: nicht notwendig
  • Wichtig: Stehende, feuchte Luft und nasser Bodengrund sind die häufigsten Todesursachen bei Baumvogelspinnen der Aviculariinae. Lieber etwas trockener und gut belüftet halten als zu feucht

Verhalten und Verteidigungsverhalten

C. laeta gilt als friedlich. Bei Störung flüchtet sie meist, oft mit kurzen, schnellen Sprüngen. Sie besitzt Brennhaare, überträgt diese aber nur bei direktem Kontakt. Eine typische, harmlose Abwehrreaktion ist ein gezielter Kotspritzer. Bisse sind sehr selten. Ein Biss ist für gesunde Menschen medizinisch in der Regel unbedenklich.

Fütterung

Je nach Größe Grillen, Heimchen, Heuschrecken oder kleine Schaben. Jungtiere 1–2x wöchentlich, adulte Tiere etwa wöchentlich bis alle zwei Wochen. Futtertiere in der Nähe des Gespinsts abgeben. Nicht angenommenes Futter nach ca. 24 Stunden entfernen.

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