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Cyriocosmus elegans

Winzig, aber wunderschön: Cyriocosmus elegans, im Hobby als "Trinidad Dwarf Tiger" bekannt, gehört mit kaum 5 cm Beinspannweite zu den kleinsten Vogelspinnen überhaupt. Auf dem dunklen Hinterleib trägt sie ein leuchtendes Muster aus goldenen bis orangefarbenen Streifen und einem herzförmigen Fleck. Sie braucht kaum Platz, wächst schnell und ist robust – wegen ihrer Winzigkeit und Flinkheit aber eher etwas für Halter mit etwas Fingerspitzengefühl.

Übersicht auf einen Blick

Lebensweise
bodenbewohnend, gräbt gern
Herkunft
Trinidad, Venezuela
Einsteiger-Eignung
Sichtbarkeit
Aktivität
Grabverhalten
Netzbau

Steckbrief / Systematik

  • Wissenschaftlicher Name: Cyriocosmus elegans (Simon, 1889)
  • Gattung: Cyriocosmus
  • Familie: Theraphosidae (Unterfamilie Theraphosinae)
  • Verbreitung: Trinidad und Venezuela
  • Lebensraum: feuchtwarme tropische Wälder; lebt unter Laub, Steinen und Totholz
  • Körperlänge: ca. 1,5–2 cm Körperlänge, bis ca. 4–5 cm Beinspannweite – eine echte Zwergart
  • Wachstum: schnell
  • Lebenserwartung: Weibchen ca. 5–8 Jahre, Männchen ca. 1–2 Jahre
  • Schutzstatus: nicht CITES-gelistet

Erscheinungsbild

Carapax und Beine sind dunkelbraun bis bronzefarben, teils mit einem leichten metallischen Schimmer. Das Abdomen ist das Schmuckstück der Art: Auf dunklem Grund zeigt es ein Muster aus goldenen bis orangeroten Längs- und Querstreifen sowie häufig einen hellen, herzförmigen Fleck in der Mitte. Bereits Jungtiere tragen dieses Muster. Männchen sind nach der Reifehäutung schlanker und langbeiniger, wirken oft dunkler und tragen Bulbi an den Pedipalpen sowie Tibialapophysen am ersten Beinpaar.

Habitat und natürliche Lebensweise

C. elegans lebt in kleinen, selbst gegrabenen Röhren unter Laub, Steinen und Totholz im feuchten Waldboden. Sie ist nachtaktiv und jagt kleine Insekten im Umfeld ihres Baus.

Terrarium und Einrichtung

  • Größe: für ein adultes Tier z. B. 15 x 15 x 15 cm; eine kleine Kunststoffbox reicht aus
  • Bodengrund: 6–8 cm, z. B. Kokoshumus oder Terrarienerde, leicht feucht gehalten
  • Einrichtung: kleines Stück Korkrinde als Versteck, etwas Laub, sehr kleiner und flacher Wassernapf (z. B. ein Flaschendeckel)
  • Belüftung: gute Belüftung, aber mit so kleinen Lüftungslöchern, dass die Spinne nicht entkommen kann
  • Hinweis: Wegen ihrer Winzigkeit kann diese Art durch erstaunlich kleine Spalten entkommen. Deckel und Lüftung sollten entsprechend dicht sein

Temperatur und Klima

  • Temperatur: 23–27 °C
  • Luftfeuchtigkeit: ca. 70–80 %; den Bodengrund leicht feucht halten, damit die kleinen Tiere nicht austrocknen
  • Jahreszeitliche Schwankungen: nicht notwendig
  • Wichtig: Zwergarten trocknen schneller aus als große Arten. Der Bodengrund sollte nie vollständig austrocknen

Verhalten und Verteidigungsverhalten

C. elegans ist scheu und sehr flink. Bei Störung flüchtet sie meist blitzschnell in ihre Röhre. Sie besitzt Brennhaare, die sie gelegentlich einsetzt; wegen ihrer geringen Größe spielen diese kaum eine Rolle. Bisse sind sehr selten. Ein Biss ist für gesunde Menschen medizinisch in der Regel unbedenklich. Die größte Herausforderung ist das Umsetzen: Die winzige, schnelle Spinne kann leicht entkommen. Am besten in einer großen Wanne oder Box umsetzen.

Fütterung

Nur sehr kleine Futtertiere anbieten, z. B. Mikrogrillen, kleine Heimchen, Heuschrecken, junge Schaben oder Springschwänze für Jungtiere. Jungtiere 1–2x wöchentlich, adulte Tiere etwa wöchentlich. Nicht angenommenes Futter nach ca. 24 Stunden entfernen. Zu große Futtertiere können die kleine Spinne verletzen.

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