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Davus pentaloris

Dunkel gefärbt mit orange-roten Querstreifen auf dem Hinterleib und einem orange gesäumten Carapax: Davus pentaloris, im Hobby als "Guatemalan Tiger Rump" bekannt, ist eine kleine, quirlige Bodenbewohnerin aus Mittelamerika. Sie wächst schnell, frisst gierig und ist ständig in Bewegung – ein unterhaltsames Beobachtungstier mit geringem Platzbedarf. Durch ihre Schnelligkeit und Nervosität ist sie eher für Halter mit etwas Erfahrung geeignet.

Übersicht auf einen Blick

Lebensweise
bodenbewohnend (terrestrisch), gräbt gern
Herkunft
Südmexiko, Guatemala
Einsteiger-Eignung
Sichtbarkeit
Aktivität
Grabverhalten
Netzbau

Steckbrief / Systematik

  • Wissenschaftlicher Name: Davus pentaloris (Simon, 1888)
  • Gattung: Davus
  • Familie: Theraphosidae (Unterfamilie Theraphosinae)
  • Verbreitung: Südmexiko und Guatemala
  • Lebensraum: tropische Wälder und Buschland, gern an Böschungen und unter Totholz
  • Körperlänge: ca. 4–5 cm Körperlänge, bis ca. 10–12 cm Beinspannweite
  • Wachstum: schnell
  • Lebenserwartung: Weibchen ca. 8–12 Jahre, Männchen ca. 2–3 Jahre
  • Schutzstatus: nicht CITES-gelistet

Erscheinungsbild

Die Grundfärbung von Beinen und Abdomen ist dunkelbraun bis schwarz. Das Abdomen trägt markante orange-rote bis rostfarbene Querstreifen, die an ein Tigermuster erinnern und ihr den Handelsnamen eingebracht haben. Der Carapax ist dunkel mit einem orangefarbenen bis kupfernen Rand, an den Beingelenken zeigen sich feine helle Säume. Jungtiere tragen das Streifenmuster bereits früh. Männchen sind nach der Reifehäutung schlanker, langbeiniger und oft blasser gefärbt und tragen Bulbi an den Pedipalpen sowie Tibialapophysen am ersten Beinpaar.

Habitat und natürliche Lebensweise

D. pentaloris lebt in selbst gegrabenen Erdröhren und Unterschlüpfen unter Steinen, Wurzeln und Totholz, deren Eingänge mit Gespinst ausgekleidet werden. Sie ist überwiegend nachtaktiv, lauert am Eingang auf Beute und verlässt ihren Bau auch zur aktiven Jagd.

Terrarium und Einrichtung

  • Größe: für ein adultes Tier z. B. 25 x 25 x 20 cm; Fläche und etwas Höhe für tiefen Bodengrund
  • Bodengrund: 10–12 cm, z. B. Kokoshumus oder Terrarienerde, eine Seite leicht feucht, die andere trockener
  • Einrichtung: halb eingegrabene Korkröhre oder Korkrinde als Startpunkt für den Bau, Wassernapf, etwas Laub oder Deko
  • Belüftung: gute Belüftung, Staunässe vermeiden
  • Hinweis: Die Art gräbt gern und überzieht ihren Bereich mit Gespinst. Wegen ihrer Schnelligkeit sollte das Terrarium sicher verschließbar sein

Temperatur und Klima

  • Temperatur: 22–27 °C, normale Zimmertemperatur reicht meist aus
  • Luftfeuchtigkeit: ca. 60–70 %; Wassernapf bereitstellen und einen Teil des Bodengrunds leicht feucht halten
  • Jahreszeitliche Schwankungen: nicht notwendig

Verhalten und Verteidigungsverhalten

D. pentaloris ist sehr schnell, schreckhaft und nervös. Bei Störung flüchtet sie meist blitzartig in ihren Bau, setzt aber auch Brennhaare ein, die bei empfindlichen Menschen zu Juckreiz und Hautreizungen führen können. Bissdrohungen kommen vor, Bisse sind selten. Ein Biss ist für gesunde Menschen medizinisch in der Regel unbedenklich, aber schmerzhaft. Wegen ihrer Geschwindigkeit ist beim Umsetzen und bei Arbeiten im Terrarium Vorsicht geboten; eine lange Pinzette und ein Auffangbehälter sind empfehlenswert.

Fütterung

Ein ausgesprochen gieriger Fresser, der Futter meist sofort und oft spektakulär schnell ergreift. Je nach Größe Grillen, Heimchen, Heuschrecken oder Schaben. Jungtiere 1–2x wöchentlich, adulte Tiere alle 1–2 Wochen. Nicht angenommenes Futter nach ca. 24 Stunden entfernen.

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