Hapalopus formosus
Klein, aber farbenfroh: Hapalopus formosus, im Hobby als "Pumpkin Patch" bekannt, trägt auf dem dunklen Hinterleib ein Muster aus orangefarbenen Flecken, das an ein Kürbisfeld erinnert. Die Zwergart wächst zügig, braucht wenig Platz, gräbt gern und spinnt eifrig. Sie ist robust, aber flink und schreckhaft – eine schöne Wahl für Halter mit etwas Erfahrung, die eine kleine, attraktive Art suchen.
Übersicht auf einen Blick
- Lebensweise
- bodenbewohnend, gräbt und spinnt gern
- Herkunft
- Kolumbien
- Einsteiger-Eignung
- Sichtbarkeit
- Aktivität
- Grabverhalten
- Netzbau
Steckbrief / Systematik
- Wissenschaftlicher Name: Hapalopus formosus Ausserer, 1875
- Handelsnamen: "Pumpkin Patch", früher häufig "Hapalopus sp. Colombia"
- Gattung: Hapalopus
- Familie: Theraphosidae (Unterfamilie Theraphosinae)
- Verbreitung: Kolumbien
- Lebensraum: tropische Wälder und Waldränder
- Körperlänge: ca. 3–4 cm Körperlänge, bis ca. 7–10 cm Beinspannweite (Weibchen; Männchen kleiner)
- Wachstum: schnell
- Lebenserwartung: Weibchen ca. 8–10 Jahre, Männchen ca. 2–3 Jahre
- Schutzstatus: nicht CITES-gelistet
Hinweis zur Systematik: Die Tiere wurden im Hobby lange als "Hapalopus sp. Colombia" (groß und klein) gehandelt. Die große Form wird heute meist H. formosus zugeordnet. Da Hapalopus-Formen äußerlich ähnlich sind, lohnt sich ein Blick auf die Herkunft der Tiere.
Erscheinungsbild
Carapax und Beine sind dunkelbraun bis schwarz, teils mit einem goldenen oder grünlichen Schimmer auf dem Carapax. Das auffälligste Merkmal ist das Abdomen: Auf dunklem Grund trägt es ein Muster aus orangefarbenen bis goldgelben Flecken und Linien, das an ein Kürbisfeld erinnert. Jungtiere zeigen das Muster bereits früh. Männchen sind kleiner, nach der Reifehäutung schlanker und langbeiniger und tragen Bulbi an den Pedipalpen sowie Tibialapophysen am ersten Beinpaar.
Habitat und natürliche Lebensweise
H. formosus lebt in selbst gegrabenen Röhren und Unterschlüpfen unter Laub, Wurzeln und Totholz und überzieht deren Umgebung mit Gespinst. Sie ist nachtaktiv, zeigt sich im Terrarium aber auch tagsüber häufig.
Terrarium und Einrichtung
- Größe: für ein adultes Weibchen z. B. 20 x 20 x 20 cm
- Bodengrund: 8–10 cm, z. B. Kokoshumus oder Terrarienerde, leicht feucht in den unteren Schichten
- Einrichtung: kleines Versteck (Korkrinde oder halb eingegrabene Korkröhre), etwas Laub und Ankerpunkte für Gespinst, kleiner Wassernapf
- Belüftung: gute Belüftung, Staunässe vermeiden
Temperatur und Klima
- Temperatur: 22–27 °C
- Luftfeuchtigkeit: ca. 60–70 %; Wassernapf bereitstellen und einen Teil des Bodengrunds leicht feucht halten
- Jahreszeitliche Schwankungen: nicht notwendig
Verhalten und Verteidigungsverhalten
H. formosus ist flink und schreckhaft und zieht sich bei Störung schnell in ihren Bau zurück. Sie besitzt Brennhaare, die sie gelegentlich einsetzt und die bei empfindlichen Menschen zu Juckreiz und Hautreizungen führen können. Bisse sind selten. Ein Biss ist für gesunde Menschen medizinisch in der Regel unbedenklich. Beim Umsetzen ist wegen ihrer Schnelligkeit Vorsicht geboten.
Fütterung
Ein guter, oft gieriger Fresser. Wegen der geringen Größe kleine Futtertiere anbieten, z. B. kleine Grillen, Heimchen, Heuschrecken oder Schaben. Jungtiere 1–2x wöchentlich, adulte Tiere etwa wöchentlich. Nicht angenommenes Futter nach ca. 24 Stunden entfernen.
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