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Neoholothele incei

Klein, flink und eine wahre Gespinstkünstlerin: Neoholothele incei, früher Holothele incei, ist eine Zwergvogelspinne aus Trinidad und Venezuela, die im Hobby als "Trinidad Olive" bekannt ist. Sie wächst sehr schnell, überzieht ihr Terrarium mit dichtem Gespinst und lässt sich unter bestimmten Bedingungen sogar in Gruppen halten. Neben der olivbraunen Normalform gibt es eine beliebte goldene Variante.

Übersicht auf einen Blick

Lebensweise
bodenbewohnend, spinnt ausgiebig Gespinsttunnel
Herkunft
Trinidad, Venezuela
Einsteiger-Eignung
Sichtbarkeit
Aktivität
Grabverhalten
Netzbau

Steckbrief / Systematik

  • Wissenschaftlicher Name: Neoholothele incei (F. O. Pickard-Cambridge, 1899)
  • Synonym: Holothele incei (im Handel weiterhin gebräuchlich)
  • Gattung: Neoholothele
  • Familie: Theraphosidae (Unterfamilie Schismatothelinae)
  • Verbreitung: Trinidad und Venezuela
  • Lebensraum: tropische Wälder und Waldränder; lebt unter Laub, Steinen und Totholz
  • Körperlänge: ca. 2,5–3,5 cm Körperlänge, bis ca. 7–8 cm Beinspannweite
  • Wachstum: sehr schnell
  • Lebenserwartung: Weibchen ca. 6–10 Jahre, Männchen ca. 1–2 Jahre
  • Schutzstatus: nicht CITES-gelistet

Hinweis zur Systematik: Die Art wurde 2014 von Holothele in die Gattung Neoholothele überführt. Im Handel wird sie häufig noch unter dem alten Namen angeboten.

Erscheinungsbild

Die Normalform ist olivbraun bis graubraun mit einem dunklen, fischgrätartigen Muster auf dem Abdomen. Daneben gibt es die im Hobby sehr beliebte "Gold"-Form mit hellgoldener bis beiger Färbung, die aus der Nachzucht stammt. Männchen sind nach der Reifehäutung schlanker, langbeiniger und dunkler und tragen Bulbi an den Pedipalpen sowie Tibialapophysen am ersten Beinpaar.

Habitat und natürliche Lebensweise

N. incei lebt in Gespinsttunneln unter Laub, Steinen und Totholz und in flachen Erdröhren. Sie spinnt sehr viel und legt ganze Tunnelnetze an, über die sie sich blitzschnell bewegt. Sie ist überwiegend nachtaktiv, zeigt sich im Terrarium aber auch tagsüber häufig an den Gespinsteingängen.

Terrarium und Einrichtung

  • Größe: für ein adultes Einzeltier z. B. 20 x 20 x 20 cm
  • Bodengrund: 6–8 cm, z. B. Graberde/Sand, Kokoshumus oder Terrarienerde, leicht feucht gehalten
  • Einrichtung: Korkrinde, Wurzeln, Laub und Kunstpflanzen als Ankerpunkte für Gespinst, kleiner Wassernapf
  • Belüftung: gute Belüftung, Staunässe vermeiden
  • Hinweis: Die Art überzieht das Terrarium schnell mit dichtem Gespinst. Ein Wassernapf wird manchmal eingesponnen und sollte dann freigelegt werden

Zur Gruppenhaltung: N. incei gilt neben Monocentropus balfouri als eine der wenigen Vogelspinnenarten, die sich in Gruppen halten lassen. Bewährt haben sich Geschwister aus demselben Kokon in einem größeren Terrarium mit reichlich Einrichtung und Futter. Kannibalismus kann trotzdem vorkommen, vor allem bei Häutungen oder Futtermangel.

Temperatur und Klima

  • Temperatur: 23–27 °C
  • Luftfeuchtigkeit: ca. 65–75 %; Wassernapf bereitstellen und den Bodengrund leicht feucht halten
  • Jahreszeitliche Schwankungen: nicht notwendig

Verhalten und Verteidigungsverhalten

N. incei besitzt keine Brennhaare. Sie ist sehr schnell und schreckhaft und zieht sich bei Störung meist blitzartig in ihr Gespinst zurück. In die Enge getrieben nimmt sie eine Drohhaltung ein und kann beißen. Ein Biss ist für gesunde Menschen nach bisherigen Berichten medizinisch in der Regel unbedenklich, aber schmerzhaft. Wegen ihrer Schnelligkeit ist beim Umsetzen Vorsicht geboten; eine Pinzette und ein Auffangbehälter sind empfehlenswert.

Fütterung

Ein sehr guter, gieriger Fresser. Wegen der geringen Größe kleine Futtertiere anbieten, z. B. kleine Grillen, Heimchen, Heuschrecken oder Schaben. Jungtiere 1–2x wöchentlich, adulte Tiere etwa wöchentlich. Nicht angenommenes Futter nach ca. 24 Stunden entfernen.

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