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Omothymus sp. "Sumatran Tiger"

Unter dem Handelsnamen Omothymus sp. "Sumatran Tiger" – auch "Sumatran Tiger Earth Tiger" und teils als Cyriopagopus sp. "Sumatran Tiger" – wird eine bislang wissenschaftlich nicht bestimmte asiatische Vogelspinne aus Sumatra gehandelt. Sie gehört zur Gruppe der asiatischen "Erdtiger" (Unterfamilie Ornithoctoninae) und ist wie ihre Verwandten schnell, wehrhaft und ohne Brennhaare. Damit ist sie ausschließlich für erfahrene Halter geeignet.

Übersicht auf einen Blick

Lebensweise
unklar – im Hobby als bodenbewohnend und grabend beschrieben, Gattung Omothymus sonst baumbewohnend
Herkunft
Indonesien (Sumatra)
Einsteiger-Eignung
Sichtbarkeit
Aktivität
Grabverhalten
Netzbau

Steckbrief / Systematik

  • Handelsnamen: Omothymus sp. "Sumatran Tiger", "Sumatran Tiger Earth Tiger", Cyriopagopus sp. "Sumatran Tiger"
  • Wissenschaftliche Zuordnung: unbestimmte Art der Ornithoctoninae; Gattungszuordnung unsicher
  • Familie: Theraphosidae (Unterfamilie Ornithoctoninae)
  • Herkunft: Sumatra, Indonesien; genaue Fundorte nicht dokumentiert
  • Lebensraum: vermutlich tropischer Regenwald
  • Körperlänge: in den verfügbaren Quellen nicht dokumentiert
  • Wachstum: unbekannt
  • Lebenserwartung: Weibchen ca. 12–15 Jahre und mehr, Männchen ca. 3–5 Jahre (Halterangaben)
  • Schutzstatus: nicht CITES-gelistet

Hinweis zur Bestimmung: Wissenschaftlich beschrieben ist aus Sumatra unter anderem die baumbewohnende Omothymus rafni Gabriel & Sherwood, 2019. Ob die Hobbyform "Sumatran Tiger" dieser oder einer anderen Art entspricht, ist nicht belegt. Auffällig ist ein Widerspruch: Die Gattung Omothymus umfasst baumbewohnende Arten wie die Singapur-Blau-Vogelspinne O. violaceopes, während Halter die "Sumatran Tiger" als bodenbewohnend und stark grabend beschreiben – was eher zu den Erdtigern der Gattungen Cyriopagopus bzw. Melopoeus passen würde. Da die Systematik dieser Unterfamilie zuletzt mehrfach überarbeitet wurde (zuletzt 2026), ist die Gattungszuordnung der Handelsform offen. Für einen Marktplatz bedeutet das: Angebote sollten klar als Handelsform mit Anführungszeichen gekennzeichnet werden, und Nachzuchtlinien sollten nicht mit anderen Formen gemischt werden.

Erscheinungsbild

Belastbare Beschreibungen der Färbung liegen nicht vor. Der Handelsname "Tiger" verweist auf ein gestreiftes bzw. gebändertes Muster, wie es für viele asiatische Erdtiger typisch ist – meist ein fischgrät- oder tigerartiges Muster auf dem Abdomen. Männchen tragen nach der Reifehäutung Bulbi an den Pedipalpen.

Habitat und natürliche Lebensweise

Freilanddaten gibt es nicht. Im Terrarium wird sie als boden- bis halbgrabend beschrieben und gräbt ausgiebig. Möglich ist – wie bei manchen asiatischen Arten –, dass Jungtiere eher graben und ältere Tiere stärker klettern; belegt ist das für diese Form nicht.

Terrarium und Einrichtung

Empfehlungen auf Basis von Halterangaben, mit Spielraum für beide Lebensweisen:

  • Größe: für ein adultes Tier z. B. 30 x 30 x 35 cm; genug Grundfläche und Höhe für tiefen Bodengrund
  • Bodengrund: 10–20 cm, z. B. Kokoshumus oder ungedüngte Erde mit etwas Lehm oder Sand; leicht feucht, aber nicht nass
  • Einrichtung: halb eingegrabene Korkröhre als Startpunkt für einen Bau; zusätzlich ein senkrechtes Stück Korkrinde, das vom Boden nach oben reicht, falls das Tier klettern möchte; Wassernapf
  • Belüftung: gute Querlüftung, damit die Feuchtigkeit nicht zu Schimmel führt
  • Hinweis: Deckel und Türen sollten sicher verschließbar sein und sich so öffnen lassen, dass die Spinne nicht direkt Richtung Hand flüchten kann. Beobachten, ob das Tier gräbt oder klettert, und die Einrichtung entsprechend anpassen

Temperatur und Klima

  • Temperatur: 24–28 °C
  • Luftfeuchtigkeit: ca. 70–85 %; Bodengrund leicht feucht halten, ohne Staunässe, und einen Wassernapf bereitstellen
  • Jahreszeitliche Schwankungen: nicht notwendig

Verhalten und Verteidigungsverhalten

Als Altweltart besitzt die "Sumatran Tiger" keine Brennhaare. Halter beschreiben sie als defensiv und sehr schnell; bei Bedrängnis nimmt sie eine Drohhaltung ein und kann beißen. Das Gift von Altweltarten gilt als medizinisch relevant: Ein Biss kann starke Schmerzen, Muskelkrämpfe und Kreislaufbeschwerden verursachen und sollte ärztlich beobachtet werden. Arbeiten im Terrarium nur mit langer Pinzette, Auffangbehälter und voller Aufmerksamkeit; das Tier niemals auf die Hand nehmen.

Fütterung

Je nach Größe Grillen, Heimchen. Heuschrecken oder Schaben. Jungtiere 1–2x wöchentlich, adulte Tiere alle 1–2 Wochen. Futtertiere mit Pinzette in der Nähe des Unterschlupfs abgeben. Nicht angenommenes Futter nach ca. 24 Stunden entfernen.

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