Pamphobeteus sp. "Manabi"
Unter dem Handelsnamen Pamphobeteus sp. "Manabi" wird im Hobby eine große, bislang wissenschaftlich nicht bestimmte Pamphobeteus-Form gehandelt. Der Name verweist auf die Küstenprovinz Manabí im Westen Ecuadors als vermutliche Herkunft. Sie gehört zur Gruppe der dunklen, großen "Ecuador-Pamphobeteus" und wächst wie ihre Verwandten schnell, frisst gierig und ist robust in der Haltung. Über diese Form ist allerdings nur sehr wenig bekannt.
Übersicht auf einen Blick
- Lebensweise
- bodenbewohnend (terrestrisch), gräbt gern
- Herkunft
- vermutlich Westecuador (Provinz Manabí)
- Einsteiger-Eignung
- Sichtbarkeit
- Aktivität
- Grabverhalten
- Netzbau
Steckbrief / Systematik
- Handelsname: Pamphobeteus sp. "Manabi"
- Wissenschaftliche Zuordnung: unbestimmte Pamphobeteus-Art (Pamphobeteus sp.)
- Gattung: Pamphobeteus
- Familie: Theraphosidae (Unterfamilie Theraphosinae)
- Herkunft: vermutlich die Küstenprovinz Manabí in Westecuador; Fundorte sind nicht dokumentiert
- Lebensraum: unbekannt; Manabí umfasst sowohl trockene Küstenwälder als auch feuchtere Hügelwälder
- Körperlänge: große Form; ein nachgezogenes Weibchen mit ca. 16 cm Beinspannweite ist dokumentiert, Angaben von über 21 cm werden von Haltern bezweifelt
- Wachstum: schnell
- Lebenserwartung: unbekannt; bei verwandten Arten Weibchen ca. 15–20 Jahre, Männchen ca. 3–4 Jahre
- Schutzstatus: nicht CITES-gelistet
Hinweis zur Bestimmung: Die Gattung Pamphobeteus gilt im Hobby als ausgesprochen unübersichtlich, und unter einem Handelsnamen können sich unterschiedliche Tiere verbergen. So wurden unter "Manabi" schon adulte Weibchen mit sehr unterschiedlichem Aussehen angeboten, und ein untersuchtes Männchen glich stark Tieren aus nördlicheren Provinzen Ecuadors. Für einen Marktplatz bedeutet das: Angebote sollten klar als Handelsform mit Anführungszeichen gekennzeichnet werden, und Nachzuchtlinien sollten nicht mit anderen Pamphobeteus-Formen gemischt werden.
Erscheinungsbild
Belastbare Beschreibungen liegen kaum vor. Wie andere "Ecuador-Pamphobeteus" werden adulte Weibchen vermutlich recht dunkel, bis fast schwarz, mit einem bläulich-violetten Schimmer nach der Häutung und rötlich-braunen Haaren auf dem Abdomen; einzelne Tiere fallen deutlich heller aus. Männchen zeigen vermutlich den gattungstypischen intensiven Glanz und ein verdicktes Glied am Pedipalpus; sie tragen Bulbi an den Pedipalpen sowie Tibialapophysen am ersten Beinpaar. Jungtiere sind unscheinbar braun.
Habitat und natürliche Lebensweise
Freilanddaten gibt es nicht. Wie andere Pamphobeteus-Arten lebt sie vermutlich in Erdhöhlen unter Wurzeln, Totholz und Steinen und ist nachtaktiv.
Terrarium und Einrichtung
- Größe: Faustregel 3x Beinspannweite in der Grundfläche, z. B. 50 x 40 x 30 cm für ein adultes Weibchen; Fläche ist wichtiger als Höhe
- Bodengrund: 12–15 cm, z. B. Kokoshumus oder Terrarienerde, leicht feucht gehalten
- Einrichtung: großes, stabiles Versteck (Korkröhre oder Korkrinde), großer Wassernapf, sparsame und stabile Deko
- Belüftung: gute Querlüftung, damit die Feuchtigkeit nicht zu Schimmel führt
- Hinweis: Die Höhe sollte begrenzt bleiben, da schwere Bodenbewohner bei Stürzen schwer verletzt werden können
Temperatur und Klima
- Temperatur: 23–27 °C
- Luftfeuchtigkeit: ca. 65–75 %; großen Wassernapf bereitstellen und einen Teil des Bodengrunds feucht, aber nicht nass halten
- Jahreszeitliche Schwankungen: nicht notwendig
Verhalten und Verteidigungsverhalten
Zum Temperament dieser Form gibt es keine eigenen Berichte. Ecuadorianische Pamphobeteus-Formen werden von Haltern allgemein als selbstbewusst und weniger schreckhaft als P. antinous beschrieben. Bei Störung setzen sie bereitwillig Brennhaare ein, die bei empfindlichen Menschen zu starkem Juckreiz und Hautreizungen führen können. Bissdrohungen kommen vor, Bisse sind selten. Ein Biss ist für gesunde Menschen medizinisch in der Regel unbedenklich, wegen der großen Cheliceren aber sehr schmerzhaft. Arbeiten im Terrarium nur ohne Gesichtsnähe, mit langer Pinzette und idealerweise mit Handschuhen.
Fütterung
Ein ausgesprochen gieriger Fresser. Je nach Größe Grillen, Heimchen, Heuschrecken, Schaben oder größere Futterinsekten. Jungtiere 1–2x wöchentlich, adulte Tiere alle 1–2 Wochen. Nicht überfüttern: Ein stark aufgeblähtes Abdomen erhöht das Verletzungsrisiko bei Stürzen. Nicht angenommenes Futter nach ca. 24 Stunden entfernen.
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