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Poecilotheria fasciata

Grau, creme und schwarz gebändert: Poecilotheria fasciata, im Hobby als "Sri Lankan Ornamental" bekannt, ist die Typusart der Gattung Poecilotheria – die erste wissenschaftlich beschriebene Ornamentvogelspinne überhaupt. Sie stammt aus Sri Lanka und ist wie alle Arten der Gattung international geschützt, extrem schnell und hochgiftig. Damit ist sie ausschließlich für erfahrene Halter geeignet.

Übersicht auf einen Blick

Lebensweise
baumbewohnend (arboricol)
Herkunft
Sri Lanka
Einsteiger-Eignung
Sichtbarkeit
Aktivität
Grabverhalten
Netzbau

Steckbrief / Systematik

  • Wissenschaftlicher Name: Poecilotheria fasciata (Latreille, 1804)
  • Gattung: Poecilotheria (Ornamentvogelspinnen; Typusart der Gattung)
  • Familie: Theraphosidae (Unterfamilie Poecilotheriinae)
  • Verbreitung: Sri Lanka, vor allem tiefer gelegene Landesteile
  • Lebensraum: Wälder und Plantagen; lebt in Baumhöhlen, unter loser Rinde und gelegentlich an Gebäuden
  • Körperlänge: ca. 6–7 cm Körperlänge, bis ca. 15–18 cm Beinspannweite
  • Wachstum: mittel bis schnell
  • Lebenserwartung: Weibchen ca. 11–15 Jahre, Männchen ca. 3–4 Jahre
  • Schutzstatus: CITES Anhang II (gesamte Gattung Poecilotheria seit 2019), in der EU Anhang B der EU-Artenschutzverordnung; beim Kauf ist ein Herkunftsnachweis (z. B. Nachzuchtbescheinigung) erforderlich, nationale Melde- oder Registrierungspflichten sind zu beachten. Sri Lanka exportiert keine Wildfänge

Zum Namen: fasciata bedeutet "gebändert" und bezieht sich auf die Bänderung von Beinen und Hinterleib. Als Typusart ist sie die Art, anhand derer die Gattung Poecilotheria 1885 von Simon definiert wurde; beschrieben wurde sie bereits 1804 von Latreille.

Erscheinungsbild

Die Oberseite ist grau bis cremefarben mit einem kontrastreichen Muster aus schwarzen und dunkelgrauen Bändern und Flecken. Typisch ist ein dunkles, fischgrätartiges Mittelband auf dem Abdomen. Die Unterseite der Vorderbeine trägt gelbe und schwarze Zeichnungen, die in der Drohhaltung sichtbar werden; die Unterseitenzeichnung ist bei Ornamentvogelspinnen ein wichtiges Bestimmungsmerkmal. Jungtiere sind ähnlich, aber blasser gezeichnet. Männchen sind nach der Reifehäutung schlanker, langbeiniger und meist bräunlicher gefärbt und tragen Bulbi an den Pedipalpen.

Habitat und natürliche Lebensweise

P. fasciata lebt in Baumhöhlen und unter abstehender Rinde, wo sie trichterförmige Gespinströhren anlegt. Sie ist nachtaktiv und lauert am Eingang ihres Unterschlupfs auf Beute.

Terrarium und Einrichtung

  • Größe: für ein adultes Weibchen z. B. 30 x 30 x 45 cm; Höhe ist wichtiger als Fläche
  • Bodengrund: 5–8 cm, z. B. Kokoshumus oder Terrarienerde, leicht feucht gehalten
  • Einrichtung: senkrecht gestellte Korkröhre oder breite Korkrinde an der Rückwand als Unterschlupf, Äste und Kunstpflanzen als Ankerpunkte für Gespinst, Wassernapf
  • Belüftung: gute Querlüftung ist bei Baumbewohnern besonders wichtig
  • Hinweis: Das Terrarium sollte sich von vorne oder unten öffnen lassen, damit die Spinne beim Öffnen nicht direkt in Richtung Hand herausschießt. Ein absolut ausbruchsicherer Verschluss ist Pflicht

Temperatur und Klima

  • Temperatur: 24–28 °C
  • Luftfeuchtigkeit: ca. 65–75 %; Wassernapf bereitstellen und gelegentlich den Bodengrund oder die Einrichtung leicht übersprühen, ohne Staunässe
  • Jahreszeitliche Schwankungen: nicht notwendig

Verhalten und Verteidigungsverhalten

Als Altweltart besitzt P. fasciata keine Brennhaare. Wie alle Ornamentvogelspinnen ist sie extrem schnell und neigt bei Störung zur plötzlichen Flucht – auch aus dem Terrarium heraus. In die Enge getrieben zeigt sie eine Drohhaltung mit erhobenen Vorderbeinen und beißt. Das Gift der Gattung Poecilotheria gilt als besonders potent: Bisse führen typischerweise zu starken Schmerzen und teils schweren, über Tage anhaltenden Muskelkrämpfen. Ein Biss sollte immer ärztlich abgeklärt werden. Arbeiten im Terrarium nur mit langer Pinzette, Auffangbehälter, voller Aufmerksamkeit und idealerweise in einem geschlossenen Raum. Das Tier niemals auf die Hand nehmen.

Fütterung

Ein guter Fresser. Je nach Größe Grillen, Heimchen, Schaben, Heuschrecken oder größere Futterinsekten. Jungtiere 1–2x wöchentlich, adulte Tiere alle 1–2 Wochen. Futtertiere mit Pinzette in der Nähe des Unterschlupfs abgeben, ohne die Hand ins Terrarium zu führen. Nicht angenommenes Futter nach ca. 24 Stunden entfernen.

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