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Poecilotheria subfusca

Hell elfenbein- bis cremefarben mit feinem dunklem Ornamentmuster: Poecilotheria subfusca, im Hobby als "Ivory Ornamental" bekannt, ist eine der hellsten und elegantesten Ornamentvogelspinnen. Sie stammt aus Sri Lanka, wo sie auch in kühleren Berglagen vorkommt. Im Hobby werden eine "Highland"- und eine "Lowland"-Form unterschieden. Wie alle Arten der Gattung ist sie international geschützt, extrem schnell und hochgiftig – ausschließlich für erfahrene Halter.

Übersicht auf einen Blick

Lebensweise
baumbewohnend (arboricol)
Herkunft
Sri Lanka (zentrales Hochland und angrenzende Gebiete)
Einsteiger-Eignung
Sichtbarkeit
Aktivität
Grabverhalten
Netzbau

Steckbrief / Systematik

  • Wissenschaftlicher Name: Poecilotheria subfusca Pocock, 1895
  • Gattung: Poecilotheria (Ornamentvogelspinnen)
  • Familie: Theraphosidae (Unterfamilie Poecilotheriinae)
  • Verbreitung: Sri Lanka, vor allem Wälder im zentralen Hochland, teils auch in tieferen Lagen
  • Lebensraum: feuchte Berg- und Regenwälder; lebt in Baumhöhlen und unter loser Rinde
  • Körperlänge: ca. 6–7 cm Körperlänge, bis ca. 15–18 cm Beinspannweite
  • Wachstum: mittel
  • Lebenserwartung: Weibchen ca. 12–15 Jahre, Männchen ca. 3–4 Jahre
  • Schutzstatus: CITES Anhang II (gesamte Gattung Poecilotheria seit 2019), in der EU Anhang B der EU-Artenschutzverordnung; beim Kauf ist ein Herkunftsnachweis (z. B. Nachzuchtbescheinigung) erforderlich, nationale Melde- oder Registrierungspflichten sind zu beachten. In der Natur ist die Art durch Lebensraumverlust stark bedroht

Hinweis zu den Handelsformen: Im Hobby werden "Highland"- und "Lowland"-Tiere unterschieden, die sich in Färbung und Größe leicht unterscheiden können. Ob es sich um verschiedene Populationen derselben Art oder um unterschiedliche Taxa handelt, ist nicht abschließend geklärt. Für Nachzuchten empfiehlt es sich, die Formen nicht zu mischen und die Herkunft klar anzugeben.

Erscheinungsbild

Die Oberseite ist hell elfenbein- bis cremefarben, teils mit einem leicht grauen oder bläulichen Schimmer, und mit einem feinen Muster aus dunkelbraunen bis schwarzen Flecken, Bändern und Linien auf Carapax, Abdomen und Beinen. Das Abdomen zeigt ein dunkles, fischgrätartiges Mittelband. Die Unterseite der Vorderbeine trägt eine kontrastreiche gelbe und schwarze Zeichnung, die in der Drohhaltung sichtbar wird; die Unterseitenzeichnung ist bei Ornamentvogelspinnen ein wichtiges Bestimmungsmerkmal. Jungtiere sind ähnlich, aber blasser gezeichnet. Männchen sind nach der Reifehäutung schlanker, langbeiniger und meist dunkler, oft bräunlich bis bläulich gefärbt, und tragen Bulbi an den Pedipalpen.

Habitat und natürliche Lebensweise

P. subfusca lebt in Baumhöhlen und unter abstehender Rinde, wo sie trichterförmige Gespinströhren anlegt. Sie ist nachtaktiv und lauert am Eingang ihres Unterschlupfs auf Beute. Die Hochlandpopulationen leben in deutlich kühlerem Klima als die meisten anderen Ornamentvogelspinnen. Ihr Lebensraum ist durch Abholzung und Teeplantagen stark geschrumpft.

Terrarium und Einrichtung

  • Größe: für ein adultes Weibchen z. B. 30 x 30 x 45 cm; Höhe ist wichtiger als Fläche
  • Bodengrund: 5–8 cm, z. B. Kokoshumus oder Terrarienerde, leicht feucht gehalten
  • Einrichtung: senkrecht gestellte Korkröhre oder breite Korkrinde an der Rückwand als Unterschlupf, Äste und Kunstpflanzen als Ankerpunkte für Gespinst, Wassernapf
  • Belüftung: gute Querlüftung ist bei Baumbewohnern besonders wichtig
  • Hinweis: Das Terrarium sollte sich von vorne oder unten öffnen lassen, damit die Spinne beim Öffnen nicht direkt in Richtung Hand herausschießt. Ein absolut ausbruchsicherer Verschluss ist Pflicht

Temperatur und Klima

  • Temperatur: 22–26 °C; Tiere der Highland-Form vertragen und schätzen auch etwas kühlere Temperaturen und eine nächtliche Absenkung
  • Luftfeuchtigkeit: ca. 70–80 %; Wassernapf bereitstellen und regelmäßig den Bodengrund oder die Einrichtung leicht übersprühen, ohne Staunässe
  • Jahreszeitliche Schwankungen: nicht notwendig

Verhalten und Verteidigungsverhalten

Als Altweltart besitzt P. subfusca keine Brennhaare. Wie alle Ornamentvogelspinnen ist sie extrem schnell und neigt bei Störung zur sofortigen Flucht – häufig unvorhersehbar und auch aus dem Terrarium heraus. In die Enge getrieben zeigt sie eine Drohhaltung mit erhobenen Vorderbeinen und beißt. Das Gift der Gattung Poecilotheria gilt als besonders potent: Bisse führen typischerweise zu starken Schmerzen und teils schweren, über Tage anhaltenden Muskelkrämpfen. Ein Biss sollte immer ärztlich abgeklärt werden. Arbeiten im Terrarium nur mit langer Pinzette, Auffangbehälter, voller Aufmerksamkeit und idealerweise in einem geschlossenen Raum, in dem die Spinne bei einer Flucht wieder eingefangen werden kann. Das Tier niemals auf die Hand nehmen.

Fütterung

Ein guter Fresser. Je nach Größe Grillen, Heimchen, Heuschrecken oder Schaben. Jungtiere 1–2x wöchentlich, adulte Tiere alle 1–2 Wochen. Futtertiere mit Pinzette in der Nähe des Unterschlupfs abgeben, ohne die Hand ins Terrarium zu führen. Nicht angenommenes Futter nach ca. 24 Stunden entfernen.

Häutungsverlauf.

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