Pseudhapalopus sp. "Full Green"
Unter dem Handelsnamen Pseudhapalopus sp. "Full Green" wird im Hobby eine kleine, bislang wissenschaftlich nicht bestimmte Vogelspinne angeboten, deren Name auf eine grüne Färbung verweist. Sie gehört zu einer Gruppe kleiner südamerikanischer Arten, die im Hobby unter "Pseudhapalopus sp." gehandelt werden – etwa sp. "Colombia", sp. "Blue" oder sp. "Purple & Gold". Über die Form "Full Green" selbst sind kaum gesicherte Informationen verfügbar; dieses Profil beruht daher auf Erfahrungen mit verwandten Pseudhapalopus-Handelsformen.
Übersicht auf einen Blick
- Lebensweise
- bodenbewohnend, gräbt gern
- Herkunft
- nicht gesichert; verwandte Handelsformen stammen meist aus Kolumbien
- Einsteiger-Eignung
- (Erfahrungswerte aus verwandten Formen)
- Sichtbarkeit
- Aktivität
- Grabverhalten
- Netzbau
Steckbrief / Systematik
- Handelsname: Pseudhapalopus sp. "Full Green"
- Wissenschaftliche Zuordnung: unbestimmt (im Hobby der Gattung Pseudhapalopus zugeordnet)
- Familie: Theraphosidae (Unterfamilie Theraphosinae)
- Herkunft: nicht dokumentiert; die meisten im Hobby gehaltenen "Pseudhapalopus sp."-Formen werden mit Kolumbien angegeben
- Lebensraum: unbekannt
- Körperlänge: Zwergform; verwandte Handelsformen erreichen ca. 7–10 cm Beinspannweite
- Wachstum: langsam – Halter beschreiben die Pseudhapalopus-Handelsformen als ausgesprochen langsamwüchsig
- Lebenserwartung: unbekannt
- Schutzstatus: nicht CITES-gelistet
Hinweis zur Gattung: Wissenschaftlich umfasst die Gattung Pseudhapalopus laut World Spider Catalog derzeit nur eine einzige Art, P. aculeatus Strand, 1907, aus Bolivien. Die Tiere, die im Hobby als "Pseudhapalopus sp." mit Zusätzen wie "Colombia", "Blue", "Purple & Gold" oder "Full Green" angeboten werden, sind dagegen unbeschriebene oder unsicher bestimmte Formen, deren Zuordnung zu dieser Gattung nicht belegt ist. Für einen Marktplatz bedeutet das: Angebote sollten klar als Handelsform mit Anführungszeichen gekennzeichnet werden, und Nachzuchtlinien sollten nicht mit anderen Formen gemischt werden. Nicht verwechseln mit Phormictopus sp. "Full Green", einer großen karibischen Handelsform einer ganz anderen Gattung.
Erscheinungsbild
Belastbare Beschreibungen der Färbung liegen nicht vor; der Handelsname deutet auf eine überwiegend grüne bzw. grün schimmernde Färbung hin. Verwandte Pseudhapalopus-Formen sind für Zwergvogelspinnen ausgesprochen farbenprächtig und zeigen metallische Blau-, Violett- oder Goldtöne. Wie bei vielen Arten erscheint die adulte Färbung erst nach mehreren Häutungen. Männchen tragen nach der Reifehäutung Bulbi an den Pedipalpen.
Habitat und natürliche Lebensweise
Freilanddaten gibt es nicht. Verwandte Handelsformen graben gern Röhren und verbringen viel Zeit im Bau.
Terrarium und Einrichtung
Empfehlungen auf Basis der Erfahrungen mit verwandten Pseudhapalopus-Handelsformen:
- Größe: für ein adultes Tier z. B. 20 x 20 x 20 cm; nicht zu groß wählen, damit die Spinne ihr Futter gut findet
- Bodengrund: 8–10 cm, z. B. Kokoshumus oder Terrarienerde; nicht übermäßig tief, da sich die Tiere sonst sehr tief eingraben und Futter schlechter finden
- Einrichtung: kleines Versteck (Korkrinde oder halb eingegrabene Korkröhre), kleiner Wassernapf
- Belüftung: gute Belüftung, Staunässe vermeiden
Temperatur und Klima
- Temperatur: 22–27 °C
- Luftfeuchtigkeit: Jungtiere brauchen leicht feuchten, aber nicht nassen Bodengrund. Sobald die adulte Färbung erscheint, etwas trockener halten und nur gelegentlich den Wassernapf überlaufen lassen, um eine Ecke anzufeuchten
- Jahreszeitliche Schwankungen: nicht notwendig
Verhalten und Verteidigungsverhalten
Zum Temperament dieser Form liegen keine verlässlichen Berichte vor. Verwandte Handelsformen gelten als pflegeleicht und eher zurückhaltend. Als vermutliche Neuweltart besitzt sie wahrscheinlich Brennhaare, die bei empfindlichen Menschen zu Juckreiz und Hautreizungen führen können. Bisse sind bei Zwergarten selten. Arbeiten im Terrarium ohne Gesichtsnähe und mit Pinzette durchführen.
Fütterung
Wegen der geringen Größe kleine Futtertiere anbieten, z. B. kleine Grillen, Heimchen, Heuschrecken oder Schaben. Jungtiere 1–2x wöchentlich, adulte Tiere etwa wöchentlich. Verwandte Formen gelten als für ihre Gattung recht gute Fresser. Nicht angenommenes Futter nach ca. 24 Stunden entfernen.
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