vogelspinnen.kaufen

Stromatopelma calceatum

Gelblich-beige bis olivbraun mit schwarzem Zickzackmuster und stark behaarten, "gefiederten" Hinterbeinen: Stromatopelma calceatum, im Hobby als "Featherleg Baboon" bekannt, ist eine baumbewohnende Altweltart aus Westafrika. Sie gilt als eine der wehrhaftesten Vogelspinnen überhaupt und besitzt ein besonders potentes Gift. Damit gehört sie ausschließlich in die Hände sehr erfahrener Halter.

Übersicht auf einen Blick

Lebensweise
baumbewohnend (arboricol)
Herkunft
Westafrika (u. a. Sierra Leone, Guinea, Liberia, Elfenbeinküste, Ghana, Togo)
Einsteiger-Eignung
Sichtbarkeit
Aktivität
Grabverhalten
Netzbau

Steckbrief / Systematik

  • Wissenschaftlicher Name: Stromatopelma calceatum (Fabricius, 1793)
  • Gattung: Stromatopelma
  • Familie: Theraphosidae (Unterfamilie Stromatopelminae)
  • Verbreitung: westafrikanische Regenwaldzone, u. a. Sierra Leone, Guinea, Liberia, Elfenbeinküste, Ghana und Togo
  • Lebensraum: tropische Wälder und Plantagen; lebt in Baumhöhlen, unter Rinde und in Palmen
  • Körperlänge: ca. 5–6 cm Körperlänge, bis ca. 13–15 cm Beinspannweite
  • Wachstum: mittel bis schnell
  • Lebenserwartung: Weibchen ca. 10–12 Jahre, Männchen ca. 2–3 Jahre
  • Schutzstatus: nicht CITES-gelistet

Hinweis zum Namen: Der Artname calceatum bedeutet sinngemäß "mit Schuhen versehen" und bezieht sich – wie der Handelsname "Featherleg" – auf die auffällig dichte, federartige Behaarung an den Beinen, besonders an den Tibien und Metatarsen des vierten Beinpaars. Die nahe verwandte Gattung Heteroscodra zeigt ein ähnliches Merkmal.

Erscheinungsbild

Die Grundfärbung ist gelblich-beige bis olivbraun. Carapax und Abdomen tragen ein markantes schwarzes Zickzack- bzw. Fleckenmuster, auf dem Abdomen oft in Form eines dunklen Mittelbands mit seitlichen Ausläufern. Die Beine sind ähnlich gezeichnet; die Hinterbeine wirken durch die dichte Behaarung deutlich verdickt. Jungtiere sind ähnlich, aber blasser. Männchen sind nach der Reifehäutung schlanker und langbeiniger, meist dunkler gefärbt und tragen Bulbi an den Pedipalpen.

Habitat und natürliche Lebensweise

S. calceatum lebt in Baumhöhlen, unter abstehender Rinde und in Palmen, wo sie dichte, schlauchartige Gespinströhren anlegt. Sie ist nachtaktiv und lauert am Eingang ihres Unterschlupfs auf Beute.

Terrarium und Einrichtung

  • Größe: für ein adultes Weibchen z. B. 25 x 25 x 40 cm; Höhe ist wichtiger als Fläche
  • Bodengrund: 5–8 cm, z. B. Kokoshumus oder Terrarienerde, leicht feucht gehalten
  • Einrichtung: senkrecht gestellte Korkröhre oder Korkrinde als Unterschlupf, Äste und Kunstpflanzen als Ankerpunkte für Gespinst, Wassernapf
  • Belüftung: gute Querlüftung ist bei Baumbewohnern besonders wichtig
  • Hinweis: Das Terrarium sollte sich von vorne oder unten öffnen lassen, damit die Spinne beim Öffnen nicht direkt in Richtung Hand herausschießt. Ein absolut ausbruchsicherer Verschluss ist Pflicht

Temperatur und Klima

  • Temperatur: 24–28 °C
  • Luftfeuchtigkeit: ca. 70–80 %; Wassernapf bereitstellen und gelegentlich den Bodengrund oder die Einrichtung leicht übersprühen, ohne Staunässe
  • Jahreszeitliche Schwankungen: nicht notwendig

Verhalten und Verteidigungsverhalten

Als Altweltart besitzt S. calceatum keine Brennhaare. Sie gilt als ausgesprochen defensiv: Anders als viele andere Arten flüchtet sie bei Störung nicht immer, sondern nimmt oft sofort eine Drohhaltung ein und beißt schnell und wiederholt. Dazu ist sie sehr schnell. Ihr Gift gilt als eines der potentesten im Hobby; Bisse führten in dokumentierten Fällen zu starken Schmerzen und schweren, teils mehrere Tage anhaltenden Muskelkrämpfen. Ein Biss sollte immer ärztlich abgeklärt werden. Arbeiten im Terrarium nur mit langer Pinzette, Auffangbehälter, voller Aufmerksamkeit und idealerweise in einem geschlossenen Raum, in dem die Spinne bei einer Flucht wieder eingefangen werden kann. Das Tier niemals auf die Hand nehmen.

Fütterung

Ein sehr guter Fresser. Je nach Größe Grillen, Heimchen, Heushrecken oder Schaben. Jungtiere 1–2x wöchentlich, adulte Tiere alle 1–2 Wochen. Futtertiere mit Pinzette in der Nähe des Unterschlupfs abgeben, ohne die Hand ins Terrarium zu führen. Nicht angenommenes Futter nach ca. 24 Stunden entfernen.

Erfahrungen von Mitgliedern

Noch hat niemand seine Erfahrung mit dieser Art geteilt.

Du hältst diese Art? Teile deine Erfahrung mit anderen Haltern.

Zum Teilen anmelden

Änderung vorschlagen

Stimmt eine Wertung nicht, oder fehlt etwas? Dein Vorschlag geht als Nachricht an vogelspinnen.kaufen – die Antwort findest du in deinen Nachrichten.

Allgemeines zu Terrarium, Futter und Häutung steht im Ratgeber.

Alle Artenportraits