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Thrixopelma ockerti

Dunkel gefärbt mit einem leuchtend orangeroten Haarbüschel auf dem Hinterleib: Thrixopelma ockerti, im Hobby als "Peruvian Flame Rump" bekannt, ist die Typusart ihrer Gattung und eine attraktive, mittelgroße Art aus den Anden Perus. Sie gilt als eher scheu und flink, ist aber in der Haltung unkompliziert – eine gute Wahl für Halter mit etwas Erfahrung.

Übersicht auf einen Blick

Lebensweise
bodenbewohnend, klettert auch gern
Herkunft
Peru
Einsteiger-Eignung
Sichtbarkeit
Aktivität
Grabverhalten
Netzbau

Steckbrief / Systematik

  • Wissenschaftlicher Name: Thrixopelma ockerti Schmidt, 1994
  • Gattung: Thrixopelma (Typusart der Gattung)
  • Familie: Theraphosidae (Unterfamilie Theraphosinae)
  • Verbreitung: Peru
  • Lebensraum: Andenregion mit gemäßigtem Klima und deutlichen Tag-Nacht-Unterschieden
  • Körperlänge: ca. 5–6 cm Körperlänge, bis ca. 12–14 cm Beinspannweite
  • Wachstum: mittel
  • Lebenserwartung: Weibchen ca. 12–15 Jahre, Männchen ca. 3–4 Jahre
  • Schutzstatus: nicht CITES-gelistet

Hinweis zur Systematik: Anders als ihre früheren Verwandten T. longicolli und T. lagunas, die 2025 in die neue Gattung Warmiru gestellt wurden, bleibt T. ockerti als Typusart in Thrixopelma. Der Name ist laut World Spider Catalog stabil.

Erscheinungsbild

Die Grundfärbung ist dunkelbraun bis schwarz. Namensgebend ist ein leuchtend orangerotes bis rotes Haarfeld auf der Oberseite des Abdomens, das sich deutlich vom dunklen Körper abhebt. Die Beine tragen helle Säume an den Gelenken. Jungtiere zeigen oft schon früh einen rötlichen Hinterleib. Männchen sind nach der Reifehäutung schlanker und langbeiniger und tragen Bulbi an den Pedipalpen sowie Tibialapophysen am ersten Beinpaar.

Habitat und natürliche Lebensweise

T. ockerti lebt bodennah unter Steinen, in Felsspalten und flachen Erdhöhlen. Halter beobachten, dass vor allem jüngere Tiere auch gern an Einrichtung und Scheiben klettern. Sie ist überwiegend nachtaktiv.

Terrarium und Einrichtung

  • Größe: Faustregel 3x Beinspannweite in der Grundfläche, z. B. 30 x 30 x 30 cm für ein adultes Tier
  • Bodengrund: 8–10 cm, z. B. Kokoshumus oder Terrarienerde, eine Seite leicht feucht, die andere trockener
  • Einrichtung: Versteck (Korkröhre oder Korkrinde), etwas Kletterholz, Wassernapf
  • Belüftung: gute Belüftung, Staunässe vermeiden
  • Hinweis: Wegen der Kletterfreude nicht zu viel Höhe über dem Bodengrund lassen, um Stürze zu vermeiden

Temperatur und Klima

  • Temperatur: 20–26 °C, normale Zimmertemperatur reicht aus; eine leichte nächtliche Absenkung entspricht dem Andenklima
  • Luftfeuchtigkeit: ca. 60–70 %; Wassernapf bereitstellen und eine Hälfte des Bodengrunds leicht feucht halten
  • Jahreszeitliche Schwankungen: nicht notwendig

Verhalten und Verteidigungsverhalten

T. ockerti gilt als scheu und flink. Bei Störung flüchtet sie meist schnell in ihr Versteck oder setzt Brennhaare ein, die bei empfindlichen Menschen zu Juckreiz und Hautreizungen führen können. Bisse sind selten. Ein Biss ist für gesunde Menschen medizinisch in der Regel unbedenklich, aber schmerzhaft. Arbeiten im Terrarium ohne Gesichtsnähe durchführen.

Fütterung

Je nach Größe Grillen, Heimchen, Heuschrecken oder Schaben. Jungtiere 1–2x wöchentlich, adulte Tiere alle 1–2 Wochen. Nicht angenommenes Futter nach ca. 24 Stunden entfernen.

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