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Xenesthis sp. "Bright"

Unter dem Handelsnamen Xenesthis sp. "Bright" (auch "Bright Beauty Birdeater") wird im Hobby eine bislang wissenschaftlich unbeschriebene Xenesthis-Form gehandelt. Sie gehört zur Gruppe der großen, violett bis rosa schimmernden südamerikanischen Purpur-Vogelspinnen wie X. immanis und X. intermedia. Besonders gerühmt werden ihre Männchen, die Halter als außergewöhnlich schön beschreiben. Wie ihre Verwandten wächst sie schnell, frisst gierig und ist robust, aber schreckhaft und freigiebig mit Brennhaaren.

Übersicht auf einen Blick

Lebensweise
bodenbewohnend (terrestrisch), gräbt gern
Herkunft
nicht gesichert; vermutlich tropisches Tiefland im nördlichen Südamerika
Einsteiger-Eignung
Sichtbarkeit
Aktivität
Grabverhalten
Netzbau

Steckbrief / Systematik

  • Handelsnamen: Xenesthis sp. "Bright", "Bright Beauty Birdeater"
  • Wissenschaftliche Zuordnung: unbeschriebene Xenesthis-Art (Xenesthis sp.)
  • Gattung: Xenesthis
  • Familie: Theraphosidae (Unterfamilie Theraphosinae)
  • Herkunft: nicht dokumentiert; die bekannten Xenesthis-Arten stammen aus Kolumbien, Venezuela und angrenzenden Regionen
  • Lebensraum: vermutlich feuchtwarme tropische Tieflandwälder wie bei den verwandten Arten
  • Körperlänge: große Form; Halter berichten von einem reifen Männchen mit ca. 21 cm Beinspannweite, für Weibchen werden ca. 18–20 cm angegeben
  • Wachstum: schnell
  • Lebenserwartung: unbekannt; bei verwandten Arten Weibchen ca. 15–20 Jahre, Männchen ca. 3–4 Jahre
  • Schutzstatus: nicht CITES-gelistet

Hinweis zur Bestimmung: Neben X. immanis und X. intermedia kursieren im Hobby mehrere unbeschriebene Xenesthis-Formen mit Fantasienamen wie sp. "Bright", sp. "Light", sp. "White", sp. "Blue" oder sp. "Tenebris". Erfahrene Halter weisen darauf hin, dass sich insbesondere die Weibchen dieser Formen kaum unterscheiden lassen und manche Formen auf Fotos nur wegen Filtern und Bildbearbeitung verschieden wirken. Für einen Marktplatz bedeutet das: Angebote sollten klar als Handelsform mit Anführungszeichen gekennzeichnet und Nachzuchtlinien nicht mit anderen Xenesthis-Formen gemischt werden.

Erscheinungsbild

Belastbare Beschreibungen der Färbung liegen nicht vor; der Handelsname bezieht sich auf besonders leuchtende Farbtöne. Wie bei verwandten Xenesthis-Arten sind adulte Weibchen vermutlich dunkel mit rosa bis violettem Schimmer und hellen Streifen auf dem Abdomen. Die Männchen gelten als besonders spektakulär gefärbt – vermutlich mit dem gattungstypischen leuchtend violetten bis metallisch blauen Carapax nach der Reifehäutung. Sie tragen Bulbi an den Pedipalpen sowie Tibialapophysen am ersten Beinpaar. Jungtiere sind unscheinbar braun.

Habitat und natürliche Lebensweise

Freilanddaten gibt es nicht. Verwandte Xenesthis-Arten leben in Erdhöhlen und Unterschlüpfen unter Wurzeln, Totholz und Laub im feuchten Waldboden, sind nachtaktiv und teilen ihre Baue in der Natur mitunter mit kleinen Engmaulfröschen.

Terrarium und Einrichtung

  • Größe: Faustregel 3x Beinspannweite in der Grundfläche, z. B. 60 x 45 x 30 cm für ein adultes Weibchen; Fläche ist wichtiger als Höhe
  • Bodengrund: 12–15 cm, z. B. Kokoshumus oder Terrarienerde, leicht feucht gehalten
  • Einrichtung: großes, stabiles Versteck (Korkröhre oder Korkrinde), großer Wassernapf, sparsame und stabile Deko
  • Belüftung: gute Querlüftung, damit die Feuchtigkeit nicht zu Schimmel führt
  • Hinweis: Die Art gräbt gern und baut ihr Terrarium mit Gespinst und Bodengrund um. Die Höhe sollte begrenzt bleiben, da schwere Bodenbewohner bei Stürzen schwer verletzt werden können

Temperatur und Klima

  • Temperatur: 24–28 °C, eine leichte nächtliche Absenkung ist unproblematisch
  • Luftfeuchtigkeit: ca. 70–80 %; großen Wassernapf bereitstellen und einen Teil des Bodengrunds feucht halten, ohne Staunässe
  • Jahreszeitliche Schwankungen: nicht notwendig

Verhalten und Verteidigungsverhalten

Wie ihre Verwandten ist Xenesthis sp. "Bright" schreckhaft und setzt bei Störung bereitwillig Brennhaare ein, die bei empfindlichen Menschen zu starkem Juckreiz und Hautreizungen führen können. Bissdrohungen kommen vor, Bisse sind selten. Ein Biss ist für gesunde Menschen medizinisch in der Regel unbedenklich, wegen der großen Cheliceren aber schmerzhaft. Arbeiten im Terrarium nur ohne Gesichtsnähe, mit langer Pinzette und idealerweise mit Handschuhen.

Fütterung

Ein ausgesprochen gieriger Fresser. Je nach Größe Grillen, Heimchen, Heuschrecken, Schaben oder größere Futterinsekten. Jungtiere 1–2x wöchentlich, adulte Tiere alle 1–2 Wochen. Nicht überfüttern: Ein stark aufgeblähtes Abdomen erhöht das Verletzungsrisiko bei Stürzen. Nicht angenommenes Futter nach ca. 24 Stunden entfernen.

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